Das ist kein Zufall. Chronischer Stress verändert nicht nur den Körper, er verändert die Wahrnehmung des eigenen Zustands. Ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel beeinträchtigt die präfrontale Großhirnrinde, genau den Teil des Gehirns, der für Selbstreflexion und Einschätzung zuständig ist. Wer unter chronischem Druck steht, unterschätzt seinen eigenen Erschöpfungsgrad, biologisch bedingt, nicht aus Sturheit.
Der Deutsche Bundesverband für Burnout-Prävention (DBVB) hat das im März 2026 öffentlich benannt: Diagnostik sei in der Burnout-Prävention "ein oft unterschätzter Baustein" und wirksame Prävention entstehe "nicht nur durch gute Gespräche, sondern auch durch klarere Orientierung darüber, wo Menschen tatsächlich stehen." (
DBVB, März 2026)Was das konkret bedeutet, beschreibt Jens Olberding, Gründer von jo-vitality und systemischer Coach mit Spezialisierung auf Burnout-Prävention für Führungskräfte im Mittelstand, so: