Was kostet ein Führungskräfte-Ausfall das Unternehmen? Die direkten Kosten, Lohnfortzahlung, Überbrückung, Rekrutierung, sind messbar, aber nur ein Teil des Bildes. Der größere Schaden entsteht vorher: durch nachlassende Entscheidungsqualität, sinkende Teamperformance und den Vorbildeffekt auf Mitarbeitende. Studien zeigen, dass erschöpfte Führungskräfte 37 Prozent mehr Fehlzeiten im Team produzieren und 60 Prozent mehr Fehler und Mängel verursachen, lange bevor sie selbst ausfallen. Eine detaillierte Kostenkalkulation für den Mittelstand findet sich hier:
Was ein Burnout-Ausfall wirklich kostetWoran erkennt man eine erschöpfte Führungskraft, bevor es zum Ausfall kommt? Die zuverlässigsten Frühzeichen sind verhaltensbasiert: zunehmende Entscheidungsvermeidung, Rückzug aus informellen Kontakten, Reizbarkeit bei operativen Kleinigkeiten kombiniert mit Flachheit bei strategischen Fragen. Wichtig: Keines dieser Zeichen ist für sich allein aussagekräftig. Erst das Muster über mehrere Wochen gibt Hinweise. Die sieben häufigsten Frühzeichen aus der Perspektive der Betroffenen:
7 Burnout-Frühzeichen, die Führungskräfte konsequent übersehenWas ist der Unterschied zwischen Burnout und Präsentismus bei Führungskräften? Burnout ist ein klinischer Erschöpfungszustand — das Ende einer langen Entwicklung. Präsentismus ist der Zustand davor: die Führungskraft ist anwesend, aber nicht mehr voll leistungsfähig. Genau dieser Zustand bleibt in Unternehmen am längsten unbemerkt, weil er im Krankenstand nicht sichtbar wird. Es ist deshalb betriebswirtschaftlich das teurere Problem.
Nachlassende Leistungsfähigkeit zeigt sich in Mustern. Wer weiß, wonach er schauen muss, erkennt sie früh genug.
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